ZAG-Agenten, E-Geld-Agenten und Auslagerung

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For ZAG agents, e-money agents, and outsourcing: maps the norm, burden of proof, and counterarguments; result: a submission plan with form and evidence check.

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Arbeitsweg

  • Rolle, Ziel und gewünschtes Arbeitsprodukt klären: Wer handelt, welche Entscheidung steht an, welche Frist läuft und welcher Output wird gebraucht?
  • Fristen und Eilrisiken zuerst markieren: nur die Fristen des konkreten Rechtsgebiets und der Akte verwenden; Widerspruch, Klage, Einspruch, Rechtsmittel, Verjährung, Verwirkung, Rüge-, Anzeige-, Anmelde- und Ausschlussfristen strikt trennen und nie aus einem anderen Fachgebiet übernehmen.
  • Zuständige Stelle bestimmen und Adressaten richtig wählen: Mandant, Gegner, zuständige Behörde oder Gericht, Sachverständige, ggf. EU-/internationale Stelle (siehe Skill-Detail).
  • Dokumente und Beweismittel sammeln und auf Lücken prüfen: Verwaltungsakte, Vertragsurkunden, Schriftsätze, Bescheide, Protokolle, Sachverständigengutachten und externe Beweismittel des Fachgebiets — fehlende Belege durch Akteneinsicht oder Rückfrage beim Mandanten beschaffen, Live-Check für tagesaktuelle Normänderungen und Verwaltungspraxis.

Worum es geht

Prüft den Einsatz von Agenten und die Auslagerung bei ZAG-Instituten: Registrierungspflicht, Haftungsverantwortung des Hauptinstituts, AML-Integration, Auslagerungsanzeige und Anforderungen an ICT-Drittparteien nach DORA. Die Abgrenzung zwischen erlaubnispflichtigem Agenten und erlaubnisfreiem technischen Dienstleister ist zentral.

Kernnormen

  • § 25 ZAG – Agenten von Zahlungsinstituten: Registrierung vor Tätigkeitsaufnahme im BaFin-Agenten-Register; Angaben zu Identität, Diensten, Geschäftsgebiet; Haftung des Instituts für Agentenhandeln als eigenes
  • § 26 ZAG – Auslagerung bei Zahlungsinstituten: wesentliche operative Funktionen (inkl. IT-Kernfunktionen); Vorab-Risikoanalyse; Prüfungs- und Informationsrechte; keine Auslagerung der Gesamtverantwortung
  • § 24 ZAG – Auslagerung wesentlicher Funktionen: Anzeigepflicht an BaFin; Mindestvertragsinhalt (SLA, Ausstiegsklausel, Prüfungsrecht); Notfallplanung
  • § 23a ZAG – E-Geld-Agenten: analoge Anforderungen wie § 25 ZAG; zusätzlich Identitätsprüfung-Pflicht (KYC) im Agentenprozess; AML-Schulungspflicht
  • EBA/GL/2017/09 – Leitlinie zu Agenten und Auslagerung bei Zahlungsinstituten: Abgrenzungskriterien, Überwachungspflichten, Register-Inhalt, Passporting-Verfahren
  • DORA Art. 28–30 (VO 2022/2554) – ICT-Drittparteienmanagement: Register kritischer Drittparteien (Art. 28 Abs. 3), vertragliche Mindestklauseln (Art. 30), Konzentrations-Risikoüberwachung (Art. 29); gilt für ZAG-Institute als Finanzunternehmen
  • GwG §§ 17, 18 – AML-Pflichten bei Agentenvertrieb: Institut muss Agenten in AML-Compliance einbinden; regelmäßige Schulungen, Risikoklassifizierung Agenten
  • § 38 ZAG – Passporting: Notifizierungsverfahren für grenzüberschreitende Dienste; Agenten im Aufnahmestaat über dortige Behörde registrieren

Prüfschritte

  1. Agent vs. Dienstleister (§ 25 ZAG, EBA/GL/2017/09): Handelt die Partei im Namen des Instituts gegenüber Kunden? Übernimmt sie Zahlungsdienstleistungs-Risiko? Wenn ja = Agent, Registrierungspflicht.
  2. Agentenregistrierung (§ 25 Abs. 1 ZAG): Vor Tätigkeitsaufnahme bei BaFin registrieren; Angaben: Name, Adresse, angebotene Zahlungsdienste, Zeitraum.
  3. Haftungsübernahme (§ 25 Abs. 3 ZAG): Vertragliche Haftungsübernahme des Instituts für Agentenverhalten; keine Möglichkeit zur Haftungsauslagerung.
  4. AML-Integration (GwG §§ 17, 18): Agenten in Risikomanagementsystem einbinden; regelmäßige Schulungen dokumentieren; Transaktionsmonitoring auch für Agenten-Transaktionen.
  5. Auslagerungsanzeige (§ 24, § 26 ZAG): Wesentliche Funktion definieren (IT-Plattform, Compliance, Betriebsführung); Anzeige vor Vollzug an BaFin; Vertrag mit Mindestklauseln.
  6. DORA-Anforderungen (Art. 28–30 VO 2022/2554): ICT-Dienstleister in Register eintragen; kritische Dienstleister identifizieren; Art. 30-Klauseln in Verträge aufnehmen (Ausstieg, Prüfungsrecht, Datenlokalisierung).
  7. Passporting (§ 38 ZAG): Agenten in anderen EWR-Staaten über dortige Aufsicht registrieren; Notifizierung durch BaFin.

Typische Fallkonstellationen

  • Supermarkt als Zahlungsagent (Bargeld ein-/auszahlen): § 25 ZAG Registrierung, GwG-Schulung, Haftung des Instituts
  • Cloud-Provider für Kernbanksystem: § 26 ZAG wesentliche Auslagerung, § 24 ZAG Anzeige, DORA Art. 28–30 kritischer ICT-Drittanbieter
  • E-Geld-Vertrieb über Kiosknetz: § 23a ZAG E-Geld-Agenten, KYC-Pflicht, AML-Training, BaFin-Register
  • Passporting: Deutsches ZAG-Institut expandiert nach Frankreich: § 38 ZAG Notifizierung; Agenten in Frankreich über AMF registrieren
  • Ausgliederung Compliance-Funktion: § 26 ZAG Risikoanalyse; wesentliche Funktion; keine vollständige Delegation der Compliance-Verantwortung möglich

Output

Agenten-Registrierungsanzeige-Vorlage § 25 ZAG; Auslagerungsvertrag-Mindestklausel-Checkliste (§ 24 ZAG, DORA Art. 30); DORA-ICT-Drittparteien-Register-Template; AML-Schulungsplan für Agenten; Risikoampel wesentliche vs. nicht-wesentliche Auslagerung.

Signals

GitHub stars
2k
Forks
211
Last commit
Sep 2026
Advanced
Item type
skill
Key
zag-agenten-auslagerung-register
Source
github.com/klotzkette/claude-fuer-deutsches-recht